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1815 von A. Lange & Söhne

Die einzigartigen Uhrenmodelle 1815 von A. Lange & Söhne reflektieren die Geschichte des Unternehmens, die eng verbunden ist mit der Historie des Standortes Glashütte, das Zentrum des Uhrmacherhandwerkes in Sachsen. Diese Modelle werden gefertigt zur Erinnerung an den Firmengründer Ferdinand A. Lange, der im Jahr 1815 geboren wurde.

Die Uhrenmodelle 1815

Uhrenmodell 1815 von A. Lange & Söhne (ReferenzNR. 233.032)

Uhrenmodell 1815 (Bildquelle: Lange Uhren GmbH)

Die technischen Errungenschaften des Uhrenherstellers A. Lange & Söhne finden heute noch Anwendung in den Uhrenmodellen 1815. In dieser Reihe gibt es eigentlich nur zwei Grundmodelle, die allerdings in verschiedenen Ausführungen hergestellt werden.
Die normale 1815 ist eine ganz einfache Handaufzugsuhr, die angefertigt wird in einem Gehäuse aus den verschiedenen Goldarten in einer Legierung von 18 Karat Gold. Das Ziffernblatt ist aus Silber, mit einem Stunden- und Minutenzeiger. Die Sekundenanzeige ist separat in einem Auge. Natürlich hat diese Luxuriöse Uhr Saphirglas und auch der Saphirglasboden offenbart dem Betrachter das feine Uhrwerk. Diese Uhr wird getragen an einem handgenähten Krokoarmband. Dieses Uhrenmodell gibt es auch in einer Platinvariante für den Sammler von Luxusuhren in einer Auflage von 500 Stück. In Auktionen erzielen diese Platinuhren stets Höchstpreise.

Uhrwerk der 1815 von A. Lange & Söhne

Uhrwerk der 1815 (Bildquelle: Lange Uhren GmbH)

Als zweites Grundmodell wird auch noch ein 1815 Chronograph angefertigt, auch in Gelbgold, Weißgold und Rosegold, in einer Legierung von 18 Karat. Auch diese Uhr wird getragen an einem handgenähten Krokoarmband. Der Chronograph hat exakt die gleichen Eigenschaften, nur dass er natürlich 2 Augen hat für die Sekunde, das zweite Auge dient der Stoppfunktion mit exakt laufendem Sekundenzeiger, der exakt auf den Nullpunkt zurückspringt. Natürlich hat auch diese Uhr Saphirglas und auch diesen durchsichtigen Boden und wurde auch in der Sammleredition in einer Auflage von 500 Stück als Platinvariante hergestellt.
Es handelt sich um sehr noble Uhren, die aber andererseits ein gewisses “Understatement” ausdrücken, genau wie der Gründer dieser Uhrenmanufaktur, der schließlich sogar einen Adelstitel ausschlug, als dieser ihm verliehen werden sollte für seine Verdienste.

 

Geschichte des Uhrenherstellers A. Lange & Söhne

Im Jahr 1806 trat das damals von den Franzosen besetzte Kurfürstentum Sachsen dem so genannten “Rheinbund”, einer Art Konföderation deutscher Staaten unter französischem Protektorat bei, wodurch es zum unabhängigen Königreich Sachsen avancierte. Unter der Federführung Preußens kam es im Jahr 1813 zu den Befreiungskriegen, die vor allem auf sächsischem Territorium ausgetragen wurden und mit dem Wiener Kongress endeten. Dort wurde vereinbart, dass Sachsen einige Gebiete an Preußen abgeben musste, dennoch konnte sich das Königreich erhalten bis zum Deutschen Krieg im Jahr 1866.

Während der recht ruhigen Jahre nach dem Wiener Kongress absolvierte der im Jahr 1815 geborene Ferdinand A. Lange eine Uhrmacherausbildung bei dem Hofuhrmachermeister Friedrich Gutkaes und heiratete später auch dessen Tochter Antonia Gutkaes. Der Hofuhrmachermeister war beispielsweise verantwortlich für die Turmuhr des “Dresdner Zwinger” und musste sich um die umfangreiche Uhrensammlung kümmern, denn der König interessierte sich sehr für feine Uhrwerke. Gleichzeitig besuchte er die Technische Bildungsanstalt in Dresden, wobei er eine Ausbildung erhielt, die ansonsten nur Ingenieuren zuteil wird.

Die Armut im Erzgebirge veranlasste Ferdinand A. Lange nach Beendigung seiner Ausbildung, seine privilegierte Stellung in der Uhrenfabrik von Friedrich Gutkaes aufzugeben, um sich selbständig zu machen und eine eigene Uhrenmanufaktur in dem armen Ort Glashütte einzurichten. Ein Darlehn ermöglichte ihm schließlich, im Dezember 1845 die allererste Uhrenmanufaktur in Glashütte in Betrieb zu nehmen, wobei er 15 Auszubildende beschäftigte, die damit vertraut gemacht wurden, verschiedene feine Präzisionsuhrwerke herzustellen und angelernt wurden, sich anschließend sich zu spezialisieren. Dies wurde zum Grundstein des Uhrmacherhandwerkes in dem heute so bedeutendem Glashütte, weil auch die Auszubildenden später die Möglichkeit erhielten, sich selbständig zu machen an diesem Standort.

Erneuerung des Uhrmacherhandwerkes

Die bedeutendsten Errungenschaften von Ferdinand A. Lange sind, dass er das metrische System im Uhrmacherhandwerk einführte, was eine bedeutende Erleichterung bedeutete für die präzise Ausmessung und Anfertigung von Teilen eines Uhrenwerkes. Außerdem erfand er die so genannte “Dreiviertelplatine, wobei die Unruhe angetrieben wird durch eine Schwanenhalsfeder.